Preikestolen und Stavanger

Am Wochenende ging es mit dem Erasmus Student Network und 50 anderen Austauschstudenten zum Preikestolen und für ein paar Stunden nach Stavanger. Freitag Abend hatte ich zunächst noch ein kleines Konzert mit den Bläsern, die ihr 40-jähriges Bestehen (feucht-) fröhlich feierten. Wissend um die Busabfahrt am Samstagmorgen um 7 Uhr war sie für mich nur fröhlich und vor allem ein tolles musikalisches Erlebnis. Der nächste Auftritt wird auf dem dreitägigen Oktoberfest in Kristiansand sein.

DSC_0067Am Tag vor der Abfahrt wurden wir nochmals an das unbedingt pünktliche Erscheinen erinnert. Umso amüsanter war die Verspätung der Organisatorin um 20 Minuten. Die Busfahrt dauerte ca. vier Stunden einschließlich Fährfahrt ehe wir am Ausgangspunkt der Wanderung ankamen. Die Jugendherberge für die Nacht war direkt dort. Man merkte die touristische Attraktivität dieses besonderen Stückchens Fels schon anhand des großen Parkplatzes und der doch zahlreichen Übernachtungsmöglichkeiten.

DSC_0037Der Aufstieg dauerte eineinhalb Stunden und war verglichen mit den bisherigen Wanderungen ein Klacks oder auch ein bisschen langweilig. Der Weg war breit, an steileren Stellen halfen in Feinarbeit angelegte Steinstufen auch dem unsportlichsten Wanderer. Pünktlich beim Erreichen des Ziels begannen Tropfen vom Himmel zu fallen, die den Rückweg noch länger und intensiver begleiten sollten.

20140920_145508Obwohl ich vorher gedacht hatte, ich werde zu viel Angst haben, um nah an die Kante zu gehen, so strahlte der massive Stein und die große Fläche doch eine gewisse Sicherheit aus. Das ist zwar überhaupt nicht rational und wenn ich jetzt drüber schreibe, kriege ich auch schon wieder feuchte Hände, aber dort war das irgendwie kein Problem.

DSC_8827

DSC_0181Vom Preikestolen sind wir am nächsten Morgen nach Stavanger aufgebrochen, was die viertgrößte Stadt Norwegens ist (vor Kristiansand). Das Wetter zeigte sich ausnahmsweise von seiner Sonnenseite. Dazu wehte eine steife Briese, was zu der Hafenstadt schon passte. Elfi, die Organisatorin und gebürtige Stavangerin (heißt das wohl so?) führte uns durch das schöne Stadtzentrum, das mit bunten Häusern, vielen Blumen, Parks und dem Wasser ein guten Eindruck hinterließ. Mangels Zeit war es aber wirklich nur ein kurzer Besuch in Stavanger, das vor allem mit dem Aufkommen der Ölindustrie groß wurde. Jemand aus dem Bläserensemble erzählte letzte Woche: „Wenn du aus Stavanger kommst, studierst du entweder Maschinenbau bzw. etwas vergleichbares, das die Ölindustrie dort benötigt, oder du gehst in eine andere Stadt“.

4 Replies to “Preikestolen und Stavanger”

  1. Hallo Tobi!

    Angesichts der vielen Eindrücke, an denen Du uns teilhaben lässt, schließe ich, dass Du es in Norwegen wohl aushalten kannst.
    Das Bild von Dir auf der Felskante lässt mir schon beim Anschauen den Atem stocken. Aber es ist Dir, wie Du schreibst, während der Aktion ja gut bekommen.

    Weiter alles Gute und beste Grüße, auch von Marga

    Heinz

  2. Lieber Tobi, ich kriege ja schon beim Betrachten Deiner Fotos vom Preikestolen Herzklopfen, wie aufregend muß es dann erst im Original sein. Tolle Bilder, tolle Erzählung. Vielen Dank.

  3. Hallo Tobi,
    dazu gibt es nur einen Kommentar: BIST DU WAHNSINNIG!!!
    Wir verfolgen deinen Blog gerne, hört sich alles gut an.
    Weiterhin viel Spaß von
    Eva und Achim

  4. […] Weil es in Norwegen soo schön, bin ich im Anschluss an Boston direkt noch einmal hingereist. Dieses Mal aber mit drei Kolleginnen und Kollegen zum Projekttreffen mit der Universität Agder in Kristiansand. Mit den Kontakten aus dem Auslandssemester konnten wir erfolgreich ein DAAD-Projekt beantragen, das uns über zwei Jahre gegenseitige Besuche erlaubt, um an einem gemeinsamen Projekt zu arbeiten, in diesem Fall Social Media for Integrated Emergency Management (SMIEM). In Kristiansand ging gerade das Semester los mit entsprechend viel Rummel beim Studiestartfestival. Der Pflicht folgte die Kür mit einem Auslug zum Preikestolen, der hier im Blog schon mal thematisiert wurde. […]

Schreibe einen Kommentar